7. Die Lehrerin

Sie hatte mir über lange Zeit wöchentlich Nachhilfe im Haus bei Birner am Obersalzberg gegeben. Daneben unterrichtete sie mich fast täglich im Schulunterricht. Das Besondere an der Lehrerin war, dass ihr der Spaß der Kinder bei den Aufsätzen im Unterricht wichtig war. Die Lehrerin sorgte dafür, dass wir nicht so lernten, wie das für alle Kinder vorgesehen war. Wir lernten anders. Wir durften uns, vor dem Schreiben, in kleinen Gruppen zusammensetzen. Jeder durfte den anderen Kindern erzählen, was ihm zu dem Aufsatzthema einfiel.

Das war ein lautes Geschnatter im Klassenzimmer. Mehr als vierzig Kinder saßen in kleinen Gruppen zusammen und quasselten. Die Lehrerin ging von Gruppe zu Gruppe, setzte sich dazu, sprach mit uns. So lief das etwa eine halbe Stunde lang vor jedem Aufsatz. Danach schoben wir die Tische wieder auseinander und jeder schrieb allein an seinem Aufsatz. Das hatte den Vorteil, dass ich ungefähr wusste, was ich schrieb, denn das hatten wir ja zuvor in den kleinen Gruppen besprochen.

Unser Geschnatter hörte sich von außen nach Geschrei von Kindern an. In Wahrheit sprachen wir Kinder in den kleinen Gruppen miteinander. Das ging natürlich in so einem Klassenzimmer nicht leise. Die Gespräche brauchten Übung. Erst nach drei, vier Aufsätzen wussten alle Kinder, dass die Lehrerin das immer so mit uns machte. So manche Blödelei unter uns, verschwand mit der Zeit und meine Aufsätze wurden immer besser, denn in den Gesprächen hatte ich vorbereitet, was ich später schrieb. Die Lehrerin brachte mir bei, dass es wichtig war, zuerst über das gestellte Thema nachzudenken und erst dann zu schreiben.

Nachdem wir einen neuen Lehrer bekommen hatten, lief alles wieder anders. Der neue Lehrer machte es genauso, wie alle anderen Lehrer an der Schule. Der Schuldirektor kam eines Tages mit dem neuen Lehrer in den Unterricht. Es war morgens um kurz vor Acht. Die Schulklasse war schon da, aber unsere Lehrerin kam nicht. Der Direktor erklärte, dass der neue Lehrer, von heute an, die Arbeit unserer bisherigen Lehrerin übernehmen würde. Es sei ihm wichtig, dass wir Kinder, unseren Eltern zu Hause, gleich heute Nachmittag, davon erzählten. Wir sollten zu Hause erzählen, dass wieder Ruhe eingekehrt sei, weil wir einen neuen Lehrer bekommen hatten. Wegen des neuen Lehrers, gäbe es nun keinen Grund mehr für die Eltern, sich bei ihm zu beschweren.

In der Klasse war es ganz ruhig geblieben, als der Direktor den neuen Lehrer vorstellte. Kein Kind sagte oder fragte etwas. Der neue Lehrer war für uns alle eine große Überraschung. Deshalb gab es keinen Laut von uns. Der neue Lehrer begann sofort mit seinem Unterricht, der anders war, als es die Lehrerin gemacht hatte.

Was ich von der Lehrerin gelernt hatte, gab ich wegen dem neuen Lehrer nicht auf. Nachdenken war wichtig und das konnte man auch tun, wenn man nicht mit anderen über das Aufsatzthema sprach. Man könne auch mit sich selbst im Kopf sprechen. Das funktionierte ganz gut, aber es machte nicht so viel Spaß, wie mit anderen Kindern zu sprechen.

Zu Hause am Obersalzberg habe ich Nachmittags nichts von dem neuen Lehrer erzählt. Ich habe nicht berichtet, dass wir einen Auftrag vom Direktor bekommen hatten. Der Kinderheimleiter, Birner, interessierte sich nicht für die Lehrer. Ihn interessierte die Schule nicht. Ihn interessierte nur, dass Ärger, den er wegen der Kinder bekam, schnell beigelegt wurde. Dabei ging es darum, dass ein Ärgernis schnell verschwand, egal ob dabei eine gute oder schlechte Lösung entstand. Birner war die schnelle Lösung wichtig.

Birner interessierte nicht, dass die Nachhilfelehrerin, die mich und andere Kinder in seinem Haus unterrichtete, nicht mehr in der Schule arbeitete, weil sie die Schule verlassen musste, weil Eltern sich über deren Unterricht beschwert hatten. Das interessierte ihn deshalb nicht, weil er selbst sich nicht beim Direktor über die Lehrerin beschwert hatte, denn Birner war es egal wie wir in der Schule unterrichtet wurden.

Die Lehrerin hatte mich behandelt, wie alle andern Schüler der Klasse, obwohl ich am Obersalzberg im Kinderheim bei Birner wohnte. Sie machte keinen Unterschied zu den anderen Kindern, die bei Eltern lebten. Das war neu für mich.

Mein erster Aufsatz schien den neuen Lehrer zu überraschen, denn er schrieb: „Bernado, das ist wirklich eine Überraschung! Weiter so.“ Deshalb bekam ich das Gefühl, dass er nicht glaubte, dass ich grundsätzlich nicht am Unterricht und an der Schule interessiert war. Nach meinem ersten Aufsatz nahm er mich im Unterricht manchmal dran, wenn ich mich meldete.

Vor dem Schreiben meiner Aufsätze dachte ich, so wie es die Lehrerin mir beigebracht hatte, über das Thema nach. Ich sah mir das Thema, das der Lehrer an die Tafel geschrieben hatte, fünf- manchmal sogar zehn Minuten lang an, bevor ich zu schreiben begann. Dabei hatte ich hin und wieder die Augen geschlossen. So unterhielt ich mich mit mir selbst in meinem Kopf.

Das letzte Thema des Lehrers, vor den Sommerferien für einen Aufsatz, fand ich sehr schwer, es lautete:
„Beschreibe den Wert, den die Tugenden Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Dankbarkeit für Dich haben. Verwende dazu Beispiele von Erwachsenen, die Vorbilder für Jugendliche sind. Ein Beispiel für ein Vorbild können Deine Eltern sein.“

Im Zimmer beim Feriengroßvater auf meinem Bett, fiel mir das Aufsatzthema aus der Schule wieder ein. Betraf die Strafe, die ich beim Feriengroßvater bekommen hatte, mein Nachdenken im Zimmerarrest, nicht genau das Aufsatzthema? Ich hatte sehr wichtige Tugenden missachtet, denn ich hatte gespielt, wo ich nicht spielen durfte, ich hatte getan, was ich nicht tun durfte. Ich war nicht ehrlich zum Feriengroßvater und zur Ferienmutter. Ich verstieß gegen deren Regeln.

War das mein Thema? Tugenden, die im letzten Aufsatz vor den Sommerferien schon Thema gewesen waren, mit denen ich mich bereits beschäftigt hatte, hatte ich nun missachtet. Auf mich konnten die Feriengroßeltern sich nicht verlassen. Ich verletzte die wenigen Pflichten, die ich in den Ferien, auf dem Hof hatte. Warum? Pflicht und Ehrlichkeit schienen meine Schwachpunkte zu sein. Warum sonst traf ich in der Ferienverschickung schon wieder auf dieses Thema?

Eine Regel des Feriengroßvaters lautete:
„Du darfst nur tun, was besprochen wurde.“

Etwas anderes zu tun, war also verboten. Alles neue, das mir oder den neuen Ferienfreunden eingefallen war, fiel unter diese Regel. Es war verboten neues zu tun, denn Neues konnte zuvor nicht besprochen gewesen sein, sonst wäre es ja nicht neu. Das Versteckspiel auf dem Speicher war neu und deshalb eine Unverschämtheit.

In meinem letzten Aufsatz hatte ich das noch nicht gewusst. Darüber hätte ich geschrieben! Die Pflicht nur tun zu dürfen, was zuvor mit Erwachsenen vereinbart worden war! Diese Bedeutung von Pflicht, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit kapierte ich erst im Hausarrest. Das wäre mein Aufsatzthema gewesen! Darüber hätte ich geschrieben. Stattdessen war mir nur mein Vater zu dem Thema des Schulaufsatzes eingefallen. Der Feriengroßvater als Vorbild! Das wäre bestimmt keine Themaverfehlung im letzten Aufsatz geworden.

In der Schulstunde saß ich vor meinem Blatt. Der Aufsatz fiel mir schwer wie lange nicht. Meine inneren Gesprächspartner, zur Vorbereitung des Aufsatzes, waren Hartwig und Michael aus dem Kinderheim am Obersalzberg. Aber was mir im Gespräch mit beiden einfiel, konnte ich nicht hinschreiben, denn ich fand, es war zu schlecht, um es zu schreiben. In meinem Kopf hatte ich mit Michael zu streiten begonnen. Ich hatte ihn als gierigen Geldsack beschimpft und sogar mit Hartwig stritt ich, weil ich ihn des nächtlichen Diebstahls an einer Mark, von meinem Taschengeld aus meinem Geldbeutel in der Hosentasche, bezichtigte.

Eine halbe Stunde Zeit war verronnen. Das leere weiße Papier lag vor mir. Die Lehrerin hatte mir einmal den Tipp gegeben, ganz langsam und tief durchzuatmen. Den Stift zu nehmen und ganz langsam mit dem Schreiben anzufangen. Besser ganz langsam schreiben als gar nicht. Ich führte also ganz langsam die Hand mit dem Füller zu dem leeren Blatt, auf dem mein Aufsatz entstehen sollte, und begann zu schreiben:

Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Dankbarkeit am Beispiel meines Vaters und meines Erziehers Birner.

Meinen Vater kannte ich kaum. Seit vielen Jahren lebte ich auf dem Obersalzberg zusammen mit vielen anderen Kindern bei Birner. Mein Vater schickte regelmäßige Post ins Haus von Birner. Schließlich hatte er mich zu sich nach Hause geholt. Deshalb brauchte er keine Briefe mehr an mich zu schreiben. Er konnte nun täglich mit mir sprechen.

Nun komme ich aber endlich zu dem Thema dieses Aufsatzes: Die Ehrlichkeit, die Pflicht, die Zuverlässigkeit und die Dankbarkeit:
Frühere Briefe meines Vaters handelten von diesem Thema. Der Vater schrieb, dass er sich große Sorgen um mich machte. Er hatte von Birner gehört, dass ich ein großer Lügner wäre. Deshalb wäre ungewiss, welche Zukunft ich hätte. Lügen führten stets dazu, dass man irgendwann die Wahrheit nicht mehr erkennen könne. Ich sei bereits so weit, mir meine eigene, verlogene Wahrheit zu bauen.

Was hat das nun mit Ehrlichkeit, Dankbarkeit, Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein zu tun?:
Immer wenn ich Vaters Briefe las, hatte ich das Gefühl, dass es um mich dramatisch schlimm stehen musste, denn ich wusste nichts von meinen Lügen. „Meine eigene verlogene Wahrheit“ war also bereits so perfekt, dass ich davon, dass ich ständig log, schon nichts mehr merkte.

Birner hatte mich oft geschlagen und verprügelt. Zwischen uns herrschte Krieg. Ich versuchte ihm aus dem Weg zu gehen. Das gelang nicht immer. Birner schlug mich, weil ich vorlaut war, anderen Kindern erzählte, dass ich ihn hasste, Kinder die neu in sein Haus einzogen, vor ihm warnte und Tipps gab, wie sie seiner strengen Hand und harten Faust ausweichen konnten. Birner mochte das nicht. Er spürte, dass ich sein Reden hasste. Er merkte, dass ich seine Wichtigtuerei wegen seines großen, schnellen Autos hasste und seine Art, wie er das Taschengeld verteilte. Ich hasste seine niederträchtigen Sprüche wie: „Na du Armleuchter, hast du es überhaupt verdient Taschengeld zu kriegen? Irgendwann wirst auch du mal kapieren wo es lang geht. Hoffentlich noch bevor du die Radieschen von unten siehst!“

In einem Brief schrieb ich dem Vater:
Vielleicht lüge ich wegen Birner, der mich erzieht? In seinem letzten Brief, den der Vater daraufhin an mich schrieb, hatte er nicht mehr von meinen Lügen geschrieben, stattdessen schrieb er, dass er seine Pflicht, mich zu erziehen, nun erfüllen wolle.

Der Vater verprügelte mich immer abends. Deshalb begann ich zu lügen. Ich erzählte ihm nicht mehr, dass wir in der Schule eine Klassenarbeit geschrieben hatten. Ich sagte nicht mehr, welche Note der Lehrer in mein Heft geschrieben hatte, obwohl ich dazu verpflichtet war. Aber schon nach einer Woche entdeckte der Vater die Noten in meinen Heften. Da war das Geschrei groß und sein Schlagen war heftig.

Ich begann zu stehlen: Der Vater hatte wenig Geld. Ich hatte deshalb Angst zu Hause zu sagen, dass ich neue Hefte und Bleistifte brauchte. Der Vater erwischte mich beim Stehlen im Dorfladen, die Schläge waren fürchterlich. Ich war ein Dieb und Lügner geworden in nur einem Jahr beim Vater.

Eines Tages ging ich nach der Schule nicht nach Hause. Ich lief in die andere Richtung fort. Das Jugendamt brachte mich zurück zu Birner.

Der Vater hatte versucht, seine Pflicht zu erfüllen. Er hatte versucht, mich auf einen ehrlichen Weg zu bringen. Er hatte versucht Vorbild für Ehrlichkeit und Pflichtbewusstsein zu sein. Ich aber war vor dem Vater davon gelaufen.“

Den Aufsatz hatte der Schullehrer mir nicht zurückgegeben. Ich war einige Tage krank gewesen, lag mit Fieber im Bett im Haus von Birner. In diesen Tagen hatte der Lehrer die benoteten Aufsätze in der Schulklasse verteilt. Ich wusste nicht welche Note ich bekommen hatte.

Ich stand am Fenster und blickte in den Himmel: Dort sah ich kreischende Möwen. Ich senkte den Blick nach unten in den Hof, wo der schwere Mercedes des Feriengroßvaters stand. Ich dachte immer noch nicht vernünftig über das Thema des Hausarrestes nach. Stattdessen war mir mein Schulaufsatz wieder eingefallen. War der zu einer Themaverfehlung geworden? Warum sonst hatte ich ihn nicht zurückbekommen? War ich mit meinem Aufsatz schon einmal an dem Thema gescheitert?

Während des Abendessens sprach keiner mit mir. Das gehörte zu meiner Hausarreststrafe. Mit mir zu sprechen, hätte mich von meinem Hausarrest und von dem Thema abgelenkt. Ich sollte keine Unterstützung für das Thema erhalten, denn es war ja allein mein Thema. Der Feriengroßvater berichtete, dass er von dem Fleisch des erlegten Hirschen, viel auf dem Markt an einen Metzger verkauft habe. Nach dem Abendessen ging ich wieder in mein Zimmer.

Auf dem Bett war ich kurz eingeschlafen. Es war zehn Uhr geworden. Der Hof lag in der Dämmerung. Es war das gleiche Licht, wie an dem Abend, als der Feriengroßvater den Hirsch geschossen hatte. Der Feriengroßvater war zu seinem Hochstand, am Rand des Feldes, aufgebrochen. Wahrscheinlich war er bereits die Leiter hinaufgestiegen. Er saß oben auf der Sitzbank und beobachtete den Waldrand. Er wartete in aller Ruhe darauf, dass wieder ein Hirsch den Fehler machte, sich genau am Feldrand vor seiner Flinte aufzubauen.

Mein Sitzen im Zimmer, meine Langeweile, interessierte den Feriengroßvater nicht. Für ihn hatte es damit seine Richtigkeit. Ein Regelverstoß musste geahndet werden. Ein Kind musste erzogen werden. Es musste zum Denken darüber erzogen werden, was es falsch gemacht hatte. Dafür brauchte das Kind Zeit und Ruhe. Keine Zeit um nachzudenken hatte, wer draußen auf den Kirschbaum kletterte, auf dem Surfbrett mit dem Meer kämpfte, mit dem Fahrrad auf den Nachbarhof zu Robert radelte, die Angelrute mit dem gelben Blinker an der Reling des Fischkutters auf und ab bewegte, einen dicken Dorsch fing um ihn zu töten und zu verkaufen.

Ruhe auf dem Jägerstand wäre geeignet gewesen, um nachzudenken. Dort oben zwischen Wald und Feld herrschte viel Ruhe. Doch das wäre für mich keine Strafe gewesen. Strafe bestand darin, dass ich das Haus nicht verlassen durfte. Wer gerne das Haus verlassen wollte, den strafte ein Hausarrest. Es ging darum, in einer Situation die mir nicht lieb war, über meine Missetat nachzudenken. Das war eine wirksame Strafe.

Das Thema sollte ich in Ruhe bearbeiten. Weil mir aber die Ruhe des Hausarrestes als Strafe verordnet worden war, fiel mir das Nachdenken sehr schwer. Wenn die Strafe auf dem Hochstand, neben dem Feriengroßvater stattgefunden hätte, wäre mir das Nachdenken leichter gefallen. Ihn hätte ich das eine oder Andere gefragt, zu meiner Tat. Ich hätte leise mit dem Feriengroßvater darüber gesprochen. Das wäre aber keine Strafe gewesen, denn das hätte ich ja gerne getan. Strafe aber war etwas zu verordnen, was ich nicht wollte. Nicht dumm die Idee. Aber wie sollte dabei das Nachdenken funktionieren? Die Strafe war vermutlich gar nicht so gedacht, dass dabei etwas herauskommen sollte.

Auf der anderen Seite des Hofes sah ich die dicken Äste des riesigen Kirschbaumes. Sie wippten im Wind auf und ab. Der Wagen des Feriengroßvaters war verschwunden. Ich schloss das Fenster und verließ mein Zimmer.

Im Arbeitszimmer an der Wand, neben dem Schreibtisch, hingen die alten Fotos. Dort betrachtete ich interessiert den Feriengroßvater in jungen Jahren. Er lachte und steckte in einer Uniform. Ich sah ihn, inmitten der anderen lachenden jungen Soldaten. Der Feriengroßvater war im Krieg gewesen. Bei Birner am Obersalzberg hatte ich von anderen Kindern gehört, dass im Krieg stets mit dem Tode bestraft werde. Dagegen, so die Jugendlichen, seien Birners Faustschläge und Kopfnüsse harmlos.

Die Arbeitszimmertür ging auf. Ich erschrak. Aber in ihr stand Paula. Sie lächelte mich an und sagte: „Don’t worry, they are all gone by car of your grandfather.“

Ich stieg die knarrende Treppe hinauf und legte mich in meinem Hausarrestzimmer auf das Bett. Dort sah ich jetzt die Dunkelheit. Ich hörte die große Ballonlampe im leichten Wind, der durch das geöffnete Fenster blies. Der Abend in dem Dachzimmer war endlich kühler geworden. Ich hörte ein Knarren. Die alten Dielen des Hauses knarrten ständig, das taten sie bestimmt schon seit vielen Jahren. Ich wusste, dass über meinem Zimmer der Speicher mit vielen Schränken lag. Ich war froh, dass ich den Speicher nie wieder betreten würde. Ich wollte mich verhalten, wie es vereinbart worden war. Ich war froh, dass der Ferienaufenthalt nur noch wenige Tage dauerte.