7. Amerikaner

Meine Geschichte, an der ich von diesem Morgen an, täglich um fünf Uhr schreibe, hat mit der jüngsten historischen Rolle des Obersalzbergs nichts zu tun. Trotzdem fällt mir zuerst diese unrühmliche Rolle ein. Die Vergangenheit dieses Berges ist für mich nicht zuerst wegen meiner eigenen Vergangenheit unrühmlich, sondern wegen der Nazis, die sich den Berg nahezu vollständig angeeignet hatten, die auf ihm residierten, hohe Politiker empfangen hatten, und von ihm aus Massenmord, Krieg und Vernichtung betrieben.

Daran denke ich, denn dieser Tage erreichen mich mehr und mehr die Berichte des Krieges aus dem zerfallenden Jugoslawien. In ihm werden grauenvolle Tötungen verübt, Folter und Vergewaltigung als demoralisierende Kriegsverbrechen gezielt eingesetzt, die von der UN nicht verhindert werden können. Das Grauen erinnert mich daran, dass meine Geschichte eine harmlose ist, und es nährt den Gedanken, dass ich sie weiter verharmlosen könnte. Doch das gelingt mir nicht, denn sie drängt sich auf, weil es meine Vergangenheit ist, die ich nicht abspalten und ruhen lassen kann. Meine Geschichte am Oberlehen auf dem Obersalzberg beginnt fünfundzwanzig Jahre nachdem britische Bomber am 25. April 1945 den Obersalzberg erfolgreich bombardiert hatten, sie beginnt im Jahr 1970.

Das Oberlehen liegt etwa vierhundert Höhenmeter unterhalb des, von den Amerikanern renovierten und jahrelang als Hotel genutzten, ehemaligen Platterhofes. Es ist die Präsenz der Amerikaner an diesem Berg, weshalb ich seine Nazivergangenheit in meinem Bericht, morgens zwischen fünf und sieben Uhr, nicht unerwähnt lassen will.

Die Amerikaner erleben wir Kinder damals täglich. Riesige amerikanische Limousinen, Kleinbusse, Transporter und amerikanische Pendelbusse fahren täglich zwischen den US-Einrichtungen im Tal und dem General – Walker – Hotel am Obersalzberg, hin und her. Als kleiner Junge und noch als Jugendlicher finde ich den Anblick dieser riesigen Wagen toll. Ich interessiere mich für Autos. Ich spiele jeden Tag mit Matchboxautos auf dem Teppichboden im Aufenthaltsraum und draußen im Sandkasten. Amerikanische Modelle sind in den siebziger Jahren für mich sehr schwer zu kriegen. Deshalb ist es ein großes Erlebnis, die US-Wagen auf der Straße am Obersalzberg täglich zu sehen.

Im Fernsehen gibt es noch kein großes Angebot an amerikanischen Filmen, in denen solche Autos vorkommen. Das glaube ich zumindest, weil ich als zehnjähriges Kind im Kinderheim am Oberlehen wenige amerikanische Filme und Serien im Fernsehen sehe. Vielleicht gibt es die Filme und ich weiß das nur nicht. Abends auf der Mattscheibe sehen wir damals Hitparade oder Disco. Wir sehen die Stars, die Ilja Richter und Dieter Thomas Heck vorstellen. Das lenkt mich von meinem Kinderheimalltag ab. Amerikanische Wagen sehe ich nicht auf der Mattscheibe, sondern ich sehe sie täglich auf der Straße.

Heute, beinahe zwanzig Jahre später, morgens um sechs Uhr in der Wohnung an der Hochsteinstraße, wird mir klar, dass die Amerikaner eine gute Erinnerung an mein Leben am Oberlehen sind. Kurz bevor ich von meiner braunen Schreibmaschine aufstehe, um fünf nach sechs Uhr, fällt mir wieder ein, dass es mich damals immer gefreut hatte, wenn mir die Amerikaner aus ihren Limousinen zuwinkten und zulächelten.

Samstagmittags, kurz vor zwölf Uhr, überqueren die Kinderheimkinder vom Oberlehen auf der Schießstättbrücke die Arche in Berchtesgaden. Die Bergstraße führt kurz nach der Brücke um eine enge Kurve. Die Steigung ist am Straßenrand mit 24 Prozent angegeben. Wir marschieren auf der linken Straßenseite auf der Salzbergstraße hoch auf den Obersalzberg. Unser Ziel ist unser Zuhause, nahe der Bushaltestelle Station Erika.

Wir grüßen alle entgegenkommenden amerikanischen Fahrzeuglenker mit dem Victory – Zeichen. Deshalb lachen und winken die Fahrzeuglenker. Ich grüße mit diesem Zeichen, obwohl ich dessen Bedeutung nicht kenne. Ich mach es den älteren Heimkindern einfach nach. Auf unserem steilen Fußweg winken uns die Menschen aus ihren riesigen amerikanischen Autos jahrelang zu. Ich grüße die Fahrer mit diesem Zeichen, weil ich mich über deren Lachen freue und darüber, dass es viele erwachsene Männer sind, die uns hinter ihren Windschutzscheiben täglich so freundlich zulächeln. Ich glaube, alle Heimkinder tun das, wegen des freundlichen Winkens und Lächelns der Männer.

Wegen der lächelnden winkenden Amerikaner, und der täglichen Kinder aus dem Oberlehen, die nachmittags von der Schule hinauf laufen, und die Amerikaner in ihren großen Wagen freundlich grüßen, gibt es eines Tages ein Kinderfest, zu dem die Amerikaner eine Gruppe aus dem Oberlehen, in das General – Walker – Hotel auf dem Obersalzberg einladen.

Heute Morgen sitze ich schon wieder zu lange vor meiner Schreibmaschine. Es ist bereits Viertel nach sechs Uhr, als ich meinen Bericht beende. Morgens schalte ich das Radio nicht mehr ein. Ich will die schrecklichen Berichte aus dem Krieg im zerfallenden Jugoslawien nicht hören. Stattdessen denke ich während des Frühstücks über meine Erinnerungen nach. Ob es gute Kontakte gewesen waren, die sich zwischen dem Oberlehen und den Amerikanern entwickelt hatten? Ich weiß es nicht. Ich erinnere mich nur an eine einzige Einladung der Amerikaner.

Der Chef ist heute Morgen gut gelaunt, wie jeden Tag. Im Auto spricht er von einem „Traumsommer“. Ich stimme zu. Der Himmel ist jeden Tag strahlend blau. Die Sicht auf die Berge um das Tal ist täglich klar. Wälder und Wiesen stehen in sattem Grün vom Regen des Frühjahres.

In der kleinen Fabrik steht die Hitze. Mit Hochdruck arbeiten wir an großen Aufträgen von Parfümherstellern mit internationalem Bekanntheitsgrad. Seit Tagen leisten wir Überstunden, welche die Mitarbeiter selbstverständlich freiwillig leisteten. Morgens trägt sich auf einer Liste ein, wer Abends länger bleiben kann. Auch ich trage mich ein, denn ich will, dass Kollegen und Chef wissen, dass auch ich tatkräftig anpacke, wenn es gefragt ist. Ich arbeite daran, das Bild von der Hexerei zu zerstören. Die anstrengende Arbeit spüre ich täglich in meinem Rücken. Wegen der langen Arbeitstage schlafe ich nachts wie ein Stein.

Morgens wird das Aufstehen von Tag zu Tag schwerer. Mein Wecker läutet um Viertel vor fünf. Wie ein Brett liege ich matt im Bett. Ich bleibe nach dem Weckerläuten liegen, schlafe wieder ein und wache nur durch einen Zufall um kurz vor sieben Uhr auf. Der Chef sieht mir meine Müdigkeit nicht an. Eines Morgens sitze ich unrasiert neben ihm im Wagen. Ich wache um zehn vor sieben Uhr auf, stehe aber pünktlich um sieben Uhr vor dem Finanzamt und steige in den Wagen.

Eine Gruppe Kinder ist zu einem amerikanischen Kinderfest eingeladen. Im General – Walker – Hotel, oben an der breiten Höhenringstraße, gibt es an diesem Nachmittag jede Menge Süßigkeiten. Es sind Süßigkeiten, die ich noch nie gesehen habe. Orangen, rosa, grüne, blaue und bunte Torten. Kleine gefärbte Cremetörtchen und natürlich die klassischen Amerikaner.

„Alles total amerikanisch, echt super die Amis!“
So plärrt mein Freund Peter auf dem ersten und einzigen dieser Feste, an das ich mich erinnere. Wir sitzen gemeinsam mit anderen Kindern vom Oberlehen und vielen amerikanischen Kindern um einen riesigen Tisch mit weiß-blauer Papiertischdecke. Heute lernen wir die Kinder der lächelnden und winkenden amerikanischen Autofahrer kennen. Sie plappern laut und schnell. Sie schreien sich, über den großen, weiß-blau dekorierten Tisch hinweg, amerikanische Worte und Sätze zu, von denen wir nichts verstehen. Sie lachen permanent, beinahe hysterisch. Was sie sich zu erzählen haben, muss unvorstellbar lustig sein, denn noch nie habe ich so viel Kinderlachen an nur einem Nachmittag erlebt.

Peter sitzt neben mir. Er lädt sich einen Berg rosa Törtchen auf seinen Teller. Die Törtchen liegen auf kleinen bunten Hügeln in der Mitte des Tisches. Peter greift lachend zu den dort stehenden Coca-Cola-Flaschen. Er sieht mich an und brüllt:
„Echt einsame Spitze die Amis!“
Für mich sind seine Worte ein Startsignal. Ich mache einfach alles nach, was er tut. Was Peter gut findet, kann nicht schlecht sein. Er ist erfahren und sich seiner Sache immer sicher. An ihm orientiere ich mich seit langer Zeit. Ich greife also auch zur Cola-Flasche und lade meinen Teller kräftig mit bunten Leckereien voll.
„Echt toll die Amis!“
So plärre auch ich. Genauso wie Peter schiebe ich ein Törtchen nach dem anderen in meinen Mund.

Es ist ein traumhafter Nachmittag bei den Amerikanern. Im Kinderheim gibt es nie ein Fest, an dem es so viele süße Sachen und bunte Leckereien zu Essen gibt. Im Oberlehen gibt es auch Kinderfeste, aber nicht in solchen Dimensionen. Deshalb sind Peter und ich schwer begeistert. Noch Wochen nach dem Fest schwärmen wir gegenüber anderen Heimkindern, die nicht dabei waren, wie toll wir das fanden. Die süßen amerikanischen Törtchenberge werden von Erzählung zu Erzählung höher. Die amerikanischen Kinder sind die tollsten Kinder der Welt. Amerikanische Kinder erzählen ständig von den tollsten, spannendsten und gefährlichsten Abenteuern, die man sich nur vorstellen kann. Selbst im Kino gibt es keine so tollen Geschichten. Peter und ich erfinden ständig neue Abenteuer, welche wir in unseren Erzählungen über diesen Nachmittag, den amerikanischen Kindern in den Mund legen.

Die amerikanischen Kinder springen munter von ihren Plätzen auf, sie stopfen ihre Münder noch voller mit Cremetörtchen und Sahne, als Peter und ich das schaffen. Deren Zügellosigkeit beeindruckt Peter und mich. Sie stopfen so viel in sich hinein, wie nur geht und sie spülen mit Cola nach, wie mit Wasser. Mit voll gestopften Mündern rennen sie herum, sie klettern auf ihre Stühle und plärren amerikanisch von oben herunter.

Alle Kinder im Oberlehen wissen, dass man erstens nicht mit vollgestopftem Mund spricht, zweitens stopft man den Mund nicht so voll, drittens steigt man nicht auf seinen Stuhl, viertens plärrt man nicht so laut, als sei man ein zu laut aufgedrehtes Radio, dessen Empfang schlecht eingestellt ist und fünftens gibt es im Oberlehen nicht so viel buntes Zeug, das man hinein stopfen darf, bis man fast zerplatzt. Im Oberlehen geht es während Kinderfesten diszipliniert zu.

Im Kinderheim lernen wir Regeln, Disziplin und Zurückhaltung. Wir wissen deshalb genau, was wir nicht tun dürfen. Im Oberlehen ist klar, was geschehen wird, wenn wir tun was wir nicht dürfen. Amerikanische Kinder tun all das, was wir während solcher Feste niemals tun dürfen. Disziplinlosigkeit und Ausgelassenheit sorgen für laute Stimmung und viel amerikanischen Spaß. Animation, wie sie im Kinderheim die alte Heimleiterin auf ihrer Gitarre täglich bietet und Kinderspiele sind an dem amerikanischen Nachmittag überflüssig. Die amerikanischen Kinder vergnügen sich prächtig, sie feiern, wie sie es wollen. Freilich sehr ungesund, sehr süß und klebrig. Das nehmen Peter und ich staunend zur Kenntnis.

„Wahnsinnig toll! Das ist alles echt amerikanisch!“, plärrt mir Peter immer wieder ins Ohr. Nach einer Stunde auf dem Kinderfest finde ich, dass seine Stimme plötzlich genauso klingt, wie die der amerikanischen Kinder. Seine Worte aber bleiben deutsch. Peter versteht die Sprache der hüpfenden, herum tollenden amerikanischen Kinder genauso wenig wie ich. Trotzdem finden wir deren Sprache und den Klang dieser Sprache toll. Wir kennen sie von Popsongs, deren Texte wir nicht verstehen, aber gut finden, weil uns ihr Klang gefällt und weil sie nicht deutsch sind.

Englische und amerikanische Musik hören wir im Oberlehen häufig in Peters Radio. Sie begeistert Peter und mich. Für uns ist sie eine Gegenbewegung zu den deutschsprachigen Volksliedern, Schnulzen und Schlagern, die im deutschen Fernsehen präsentiert werden. Ich hasse die deutschsprachige Musik, weil ich deren Texte verstehe und peinlich finde. Abends verlasse ich deshalb oft den Aufenthaltsraum im Haupthaus des Kinderheims und gehe freiwillig frühzeitig ins Bett. Mich regen die romantischen Titel wie „Ich liebe Dich“, „Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Hawaii“ oder „Der Junge mit der Mundharmonika“ auf. Ich finde die aufgedonnerten Sängerinnen und Sänger abstoßend und nervig. Mich regt die Welt auf, die durch die deutsche Samstagabendunterhaltung über das Fernsehen in den Aufenthaltsraum unseres Kinderheimes gebracht wird.

Manchmal fühle ich deshalb Aggression und Hass in mir aufsteigen, weil ich eine Welt auf der Mattscheibe sehe und höre, die ich im Kinderheim nicht sehe, die es für mich nicht gibt. Ich bin deshalb wütend auf die Darsteller auf dem Bildschirm und ich bin wütend auf das Kinderheim und den Heimleiter, weil die Welt, die ich am Oberlehen täglich erlebe, keine der Schönheiten bietet, die von den Stars in Glitzerkleidung besungen werden.

Ich glaube, dass Buchhalter und Heimleiter den Alltag im Oberlehen absichtlich niederträchtig gestalteten, um uns die schöne, bunte Welt vorzuenthalten. Ich weiß noch nicht, dass die schöne bunte Fernsehwelt, mit der Realität außerhalb unseres Oberlehens nichts zu tun hat. Ich weiß noch nicht, dass das bunte Fernsehprogramm dieser Zeit, vermutlich für viele Menschen genau einen Zweck hat: Von deren Alltag abzulenken. Ich weiß auch noch nichts davon, dass insgesamt das tägliche Fernsehprogramm dieser Zeit, den Charakter einer billigen Feierabendunterhaltung hat und gewissermaßen auf die Anspruchslosigkeit der Menschen abzielt. Ich glaube deshalb, dass es die schöne bunte Welt, in der die Menschen glücklich sind, und permanent lächeln, wie die Sänger und die Moderatoren im Fernsehen irgendwo geben muss. Warum sonst wird sie von den schönen Menschen auf dem Bildschirm Samstag für Samstag besungen? Irgendwo könnte eine schöne Welt sein. Mein „Irgendwo“ wird im Oberlehen zu meinem kindlicher Traum von meinem Zuhause, dass ich eines Tages zu finden hoffe.

Meine Kinderwelt im Oberlehen ist gewalttätig und laut. Es ist keine bunte Kinderwelt, sondern sie ist grau, dunkel und voll von Gebrüll erwachsener Männer. Ich hasse Buchhalter und Heimleiter, weil sie uns nicht vernünftig anleiten, sondern weil sie uns rücksichtslos regieren. Sie zwingen uns zu blindem Gehorsam. Kinder im Oberlehen haben grundsätzlich zu tun, was die beiden Männer sagen. Das ist noch nicht schlimm, aber weil sie das tun, ohne ihr Tun zu begründen, ist es schlimm. Was die Männer wollen, fordern sie, und sie bekommen es. Sie fordern in lautem Befehlston.

Der Heimleiter Helling ist nicht sehr groß aber kräftig. Er brüllt: „Du gehst heute ohne Abendessen ins Bett, du Armleuchter!“ Birner, der Buchhalter ist groß, schmaler als Helling aber sehr kräftig. Er ist sportlich und hat leicht behaarte, schmale Hände. Morgens fährt Birner vor dem Haupthaus am Oberlehen in seinem weißen Porsche vor. Was Birner tut, wirkt mächtig und stark. Das Auto ist ihm sehr wichtig. Es ist schnell und laut. Birner erzählt gerne, wie schnell er den Berg hinauf fährt und wie viele rote Ampeln er von seiner Wohnung unten im Tal, bis hinauf ins Kinderheim überfährt.

Birners Macht resultiert nicht nur aus dessen Stärke und Größe sondern auch daraus, dass er Buchhalter ist und unser Taschengeld verwaltet. Birner verteilt jeden Samstagvormittag das Taschengeld im Berchtesgadener Hallenbad. Die Taschengeldausgabe zelebriert Birner, sie wirkt, wie ein Ritual seiner Überlegenheit. Wer nicht tut, was Birner erwartet, wer im Verlauf der Woche Fehler begeht, bekommt nichts oder weniger Taschengeld am Samstag. Birner legt die Höhe des Taschengeldes, das uns zusteht, fest. Er benutzt es, um Abneigung und Überlegenheit gegenüber Kindern zu zeigen.

Birners Bestrafungen sind nicht begründet. Ich spüre, dass seine Schläge von der Loyalität abhängen, die ein Kind gegenüber seiner Person zeigt, oder nicht zeigt. Ich zeige keine Loyalität gegenüber diesem Mann. Meinen Hass gegen diesen Mann und seinen Heimleiter kann ich kaum verbergen. Deshalb laufe ich dem Mann oft in die Faust und schneide auch beim Taschengeld schlecht ab.

Helling und Birner missbrauchen ihre Macht, weil es beiden Männern nicht darum geht, zu klären, welches Kind die Salatschüssel auf den Boden geworfen hat und ob es absichtlich geschehen war oder ein Versehen. Anstatt Ereignissen genauer auf den Grund zu gehen, treffen sie schnelle Entscheidungen, die sie mit einfachen Mitteln, wirkungsvoll durchsetzen. Wen sie für schuldig erklären, ist schuldig. Einmal getroffene Entscheidungen setzen sie mit Fäusten und Schlägen durch.